Verena Themsen – Die Sextadim-Späher (Perry Rhodan 2871)

Ihr Ziel ist das Catiuphat – es ist ein Himmelfahrtskommando

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen.
Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kon­trolliert. Dessen Vertreter behaupten, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang – den Weltenbrand – der gesamten Galaxis.
Perry Rhodan ist von einer Expedition in vergangene Zeiten in die Gegenwart zurückgekehrt. Diese wird nicht nur von der Herrschaft der Atopen bedroht, sondern auch durch die brutalen Tiuphoren, die durch einen Zeitriss aus tiefster Vergangenheit zurückgekehrt sind. Immerhin scheint mit dem ParaFrakt eine Abwehrwaffe gefunden zu sein.
Doch ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Das wissen auch DIE SEXTADIM-SPÄHER …

(Verlagsinfo)

Endlich ein Titel in Übereinstimmung mit dem Inhalt!
Wir wissen: Die Tiuphoren, ärgste Gegner der Milchstraßenvölker, segeln auf ihren Sterngewerken unter einem Sextadim-Banner über die Milchstraße. Eine übergeordnete Sphäre voller Qual für die besiegten Gegner, aber auch ein Quell der tiuphorischen Lebensweise. Was wir nicht wissen: Was verbirgt sich hinter diesem Begriff des Banners? Und was geht wirklich darin vor? Fragen, die auch Perry Rhodan und seine Begleiter beschäftigen – und deren Beantwortung einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der abartigen Gegner leisten könnte …

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[NEWS] Richard Price – Die Unanstastbaren

Gewinner des deutschen Krimi Preises 2016:›Die Unantastbaren‹. Der packende COP-ROMAN von Richard Price – Nachtschicht in Manhattan: Billy Graves ist ein ruheloser Cop. Energy-Drinks und Zigaretten halten ihn wach, während er in den frühen Morgenstunden die Blocks in New York City abfährt.

Billy und vier seiner Freund bilden den harten Kern der Wildgänse – einer Gruppe vom Leben gezeichneter Cops und Ex-Cops in Manhattan, New York. Vergangene Untaten schweißen sie zusammen. Billy fristet, seit er bei einem Schusswechsel einen zwölfjährigen Jungen getötet hat, seine Zeit als Detective in der Nachtschicht. Wie seine vier Kollegen hat auch er einen Unantastbaren, einen skrupellosen Mörder, den er nie dingfest machen konnte.

Als er einen der Unantastbaren in einer gigantischen Blutspur entlang einer Subway-Station findet, gerät die ungesühnte Vergangenheit wieder an die Oberfläche, und Billy beginnt, gegen seine engsten Vertrauten zu ermitteln. Ein fesselnder New York-Roman, knallhart, fesselnd und gnadenlos gut. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 432 Seiten
Fischer

[NEWS] James Patterson – Die Tote Nr. 12: Thriller (Women’s Murder Club, Band 12)

Manchmal ist das Böse näher, als du denkst …

Lindsay Boxer hat gerade eine Tochter zur Welt gebracht und genießt die Zeit zu Hause mit ihrem Baby. Doch das unbeschwerte Glück währt nicht lange, denn sie wird zurück zum Dienst beordert: Die Freundin eines bekannten Sportlers wurde erschossen. Ihre Leiche verschwand wenig später spurlos aus der Rechtsmedizin. Außerdem sagt ein exzentrischer Englischprofessor regelmäßig Mordfälle voraus, die kurz darauf exakt wie beschrieben geschehen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch Lindsay Boxer steht eine noch größere Herausforderung bevor: Ein verurteilter Serienmörder hat nach ihr verlangt und will ihr seine dunkelsten Geheimnisse anvertrauen … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 384 Seiten
Originaltitel: 12th of Never (Women’s Murder Club 12)
Blanvalet

Victor Gunn – Im Nebel verschwunden

Ein junger Anwaltsgehilfe meldet mehrfach Morde, die sich als nie geschehen entpuppen; alle halten ihn für geisteskrank. Ausgerechnet der chronisch skeptische Chefinspektor Cromwell schenkt ihm Glauben, ignoriert den Widerstand seiner Kollegen und stößt auf eine raffiniert eingefädelte Übeltat … – Wenn es gelingt, den absoluten Nonsens des Plots zu akzeptieren, liest man einen niemals klassischen, tüchtig angestaubten aber handwerklich kompetent umgesetzten Krimi, dessen eigentlicher Unterhaltungswert seine gemütliche Realitätsferne darstellt.
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Gilly Macmillan – Toter Himmel

Schon oft ist Rachel Jenner mit ihrem achtjährigen Sohn Ben im Wald spazieren gegangen. Ben ist ihr ein und alles und nach der Trennung von ihrem Mann ihr einziger Halt. Als Ben sie an einem Tag fragt, ob er allein zum Waldspielplatz vorlaufen darf, möchte Rachel gerne – ganz die besorgte Mama – mein sagen. Da sie Ben aber auch meist, den Vater ersetzen zu müssen, gibt sie sich einen Ruck und erlaubt es ihrem Sohn, um ihn zu stärken. Als sie nur wenige Minuten später am Spielplatz ankommt, weht die Schaukel iim Wind leicht hin und her – von Ben keine Spur. Zunächst hält Rachel das für ein Spiel und denkt, Ben habe sich nur versteckt, doch schnell realisiert sie, dass ihr Sohn verschwunden ist.

Die abendliche Suche nach Ben verläuft ergebnislos. Die Polizei findet keine Spur. Auch am nächsten Tag bleibt Ben verschwunden. In einer Pressekonferenz soll Rachel einen Aufruf an mögliche Entführer starten. Als sie aber vom abgesprochenen Text abweicht, macht sie sich sofort zum Opfer für die Medien. Sie wirkt sie eine Irre, die ihr Kind selbst auf dem Gewissen hat. Und so gibt es schnell Blogs und Facebook-Einträge, die Rachel als die Schuldige anprangern, sodass sie am Ende nicht nur um Bens Leben, sondern auch um ihr eigenes fürchten muss.

Die Polizei dreht sich im Kreis und findet keine heiße Spur, bis sie in Rachels Vergangenheit wühlt und ein Geheimnis ihrer eigenen Schwester aufdeckt…
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Wilhelm Genazino – Außer uns spricht niemand über uns

Der Ich-Erzähler ist Schauspieler, allerdings derzeit ohne Engagement und beruflich offenbar gescheitert. Mal spricht er Hörbücher ein, mal soll er Veranstaltungen organisieren, aber nicht immer gegen Honorar. Und so fristet der nicht namentlich Genannte, von dem wir auch das Alter nur erahnen können – offenbar mitten in der Midlife Crisis – ein ziemlich trostloses Dasein. Auch seine Freundin Carola ist dort nur manchmal ein Lichtblick. So ganz genau mit der Treue nimmt sie es nicht, und so ist gar nicht klar, ob der Erzähler nun der Vater des Kindes ist, das seine Freundin zu bekommen scheint – ohne dass diese offensichtliche Schwangerschaft aber jemals zwischen den beiden thematisiert wird.

Und so kommt es, wie es kommen muss: Erst verliert Carola das Kind, danach der Ich-Erzähler seine Freundin und schlussendlich sie gar ihr Leben.

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A. E. van Vogt – Die Expedition der Space Beagle

SF-Klassiker mit zahlreichen Schönheitsfehlern

Mit einer tausendköpfigen Besatzung fliegt die „Space Beagle“ erstmals zu einer benachbarten Galaxie – M33 im Sternbild Andromeda. Bei der Durchquerung der Milchstraße, Lichtjahrtausende von der Erde entfernt, treffen die Forscher auf Coeurl, das Katzenwesen mit den wichtigen Tentakeln; auf die vogelähnlichen Riim; auf Ixtl, ein überlebendes Geschöpf einer kosmischen Katastrophe.
An ihrem Ziel aber erwartet sie eine noch schicksalhaftere Konfrontation – mit der Anabis, einer gasförmigen Intelligenz von der Ausdehnung eines galaktischen Nebels. Dabei fällt Elliott Grosvenor, der die Integrationswissenschaft des Nexialismus vertritt, eine entscheidende Rolle zu… (Verlagsinfo)

Die vorliegenden vier klassischen SF-Erzählungen, die den Roman bilden, liegen mitunter erstmals in der Originalfassung vor und werden vom Van-Vogt-Experten Rainer Eisfeld kommentiert.

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[NEWS] Lisa Jackson – Z, Zeichen der Rache

Als Sarah McAdams mit ihren Töchtern Jade und Gracie in ihre Heimatstadt nach Oregon zurückkehrt, gerät der erhoffte Neuanfang schnell zu einem schrecklichen Alptraum. Das alte Familienhaus – eine geschichtsträchtige Villa samt riesigem, verwildertem Grundstück, die seit dem Tod von Sarahs Vater leer gestanden hat – ist ihren Töchtern unheimlich, und Gracie behauptet, Gespenster zu sehen. Als auch Sarah eine Frau in weißem Gewand erscheint, glaubt sie, den Verstand zu verlieren. Kurz darauf verschwindet Jade spurlos – wie auch andere junge Frauen in der Gegend. Die Polizei ermittelt fieberhaft, doch vergeblich. So beginnt Sarah selbst mit den Nachforschungen – und enthüllt ein grauenvolles Geheimnis … (Verlagsinfo)

 

Taschenbuch: 624 Seiten

Knaur

[NEWS] Belinda Bauer – Totenkind

Fünf Fußspuren im Beton – das ist alles, was Anna Buck von ihrem kleinen Sohn Daniel geblieben ist. Vor ein paar Monaten stahl sich der Junge unbemerkt über den noch feuchten Zement davon, weil sein Vater die Haustür offen stehen ließ. Seitdem ist Daniel wie vom Erdboden verschluckt. Tagtäglich putzt Anna die kleinen Abdrücke, poliert den Boden unter ihren Füßen, den sie längst verloren hat. Als eines Tages ein Hellseher Hilfe verspricht, ergreift die verzweifelte Mutter ihre letzte Chance. Doch ist der Mann der, der er zu sein vorgibt? Anna lässt sich auf das angebliche Medium ein und erlebt einen Albtraum … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 352 Seiten
Originaltitel: The Shut Eye
Goldmann

[NEWS] Jeremiah Pearson – Die Täuferin (Der Bund der Freiheit 1)

AUFTAKT EINER FULMINANTEN HISTORISCHEN SAGA IN DER TRADITION VON KEN FOLLETT UND NOAH GORDON

Böhmen, am Beginn der Reformation. Kristina ist noch ein Kind, als ihre Eltern auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Sie seien Ketzer, so das Urteil, Feinde der katholischen Kirche. Weil sie daran glaubten, dass jeder Mensch das Recht hat, Lesen zu lernen. Jahre später will Kristina ihr Werk fortführen. Mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter macht sie sich auf die gefährliche Reise nach Deutschland, um Verbündete in Mainz und Würzburg zu unterstützen. Doch unterwegs lauern nicht nur Ketzerjäger, sondern auch der Krieg. Bald liegt Kristinas Schicksal in der Hand eines einzigen Mannes: des hitzköpfigen Bauernkriegers Lud. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 608 Seiten
Originaltitel: VILLEINS Trilogie /01 The Brethren
Bastei Lübbe

[NEWS] Katherine Center – Küssen und andere lebenswichtige Dinge

Eine fiese Trennung, ein Survival-Kurs, Männer, die einen auf die Palme bringen – und wie man all das überlebt!

Helen Carpenter weiß: Es ist an der Zeit, sich endlich zusammenzureißen. Sie ist zweiunddreißig, seit einem Jahr geschieden und schon genauso lange völlig neben der Spur. Das ist wohl auch der Grund, warum sie sich von ihrem nervigen kleinen Bruder überreden lässt, an einem Survival-Training in der Wildnis Wyomings teilzunehmen. Was er ihr nicht gesagt hat: Sein genauso nerviger bester Freund wird ebenfalls mit von der Partie sein. Und so beginnt das schrägste, nervenaufreibendste Abenteuer in Helens bis dahin so bravem Leben … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 416 Seiten
Originaltitel: Happiness for Beginners
Blanvalet

[NEWS] Christopher Moore – Ein todsicherer Plan

In San Francisco verschwinden die Seelen der Toten – um sie zu retten, braucht Charlie Asher einen todsicheren Plan …

In San Francisco gehen seltsame Dinge vor sich: Die Seelen der Toten verschwinden einfach im Nichts, statt ins Jenseits zu gelangen. Sie dort sicher hinzugeleiten, war eigentlich der Job des Totenboten Charlie Asher. Doch der kann diese Aufgabe schon länger nicht mehr erfüllen, und sein Nachfolger Alphonse Rivera hat seinen Auftrag monatelang ignoriert – ohne dass etwas Schreckliches geschehen wäre. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf, und die Welt droht im Chaos zu versinken. Nur Charlie und seine Freunde können sie jetzt noch retten. Aber dazu brauchen sie einen Plan – einen todsicheren Plan … (Verlagsinfo)

Broschiert: 448 Seiten
Originaltitel: Secondhand Souls
Goldmann

[NEWS] T.S. Easton – Ben Fletchers total geniale Maschen

Verstrickungen eines Teenagers

Eigentlich ist Ben Fletcher ein ganz normaler Teenager – bis er nach einem Missverständnis in einem Strickkurs landet, den die Mutter der hübschen Megan leitet. Zu seiner Überraschung stellt Ben fest, dass Stricken ihm nicht nur Spaß macht, sondern er auch ein großes Talent dafür hat. Doch davon dürfen seine Freunde und sein Vater niemals erfahren! Aber kann Ben sein panisch gewobenes Netz aus Lügen und Ausreden noch aufrechterhalten als die Kursleiterin ihn zu einem Strickturnier anmeldet? (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 336 Seiten
Originaltitel: Ben Fletcher
Beltz & Gelberg

[NEWS] A.S. Bottlinger – Der Fluch des Wüstenfeuers

Von klein auf ist Iaret mit der verbotenen Magie der Wüste begabt. Ein Siegel auf ihrer Stirn soll den Zauber bannen, wie bei allen Frauen im Reich. Als Iaret versucht, das Siegel zu brechen und dem Harem des Herrschers zu entfliehen, wird sie in den Kerker von Niat geworfen. Noch nie ist es jemandem gelungen, von dort auszubrechen.

Um in der ruchlosen Gesellschaft des Kerkers zu überleben, verbündet sich Iaret mit einem in Ungnade gefallenen Königssohn, einer Mörderin und einem Dieb. Den unfreiwilligen Gefährten bleibt nicht viel Zeit, ihre Flucht zu planen, denn das nur zur Hälfte gebrochene Siegel stellt eine tödliche Bedrohung für Iaret dar. Ihre einzige Hoffnung, jemals die Sonne wiederzusehen, ist ein Monster, das in den Tiefen des Gewölbes eingesperrt ist. Doch das Monster ist ein uraltes Wesen, voll mächtiger Magie und unbändigem Zorn. Es zu befreien, könnte die Rettung bedeuten – oder aber den Untergang der Stadt und all ihrer Bewohner. (Verlagsinfo)

Broschiert: 368 Seiten
Klett-Cotta

[NEWS] Ursula Poznanski – Elanus

Angriff der Überwachungsdrohnen

Der siebzehnjährige Jona ist seinen Altersgenossen an Intelligenz und Auffassungsgabe voraus, allerdings macht ihn das nicht gerade beliebt. Gegen das Mobbing wehrt er sich mit einem ungewöhnlichen Mittel: einer Drohne. Klein, leise und mit einer Kamera versehen, kann sie jeden aufspüren, dessen Handynummer Jona besitzt. Sie versorgt ihn mit brisanten Details aus dem Privatleben seiner Opfer. Doch womit Jona nicht gerechnet hat: Offenbar wird auch er selbst überwacht. Dann häufen sich Zufälle, die darauf hindeuten, dass jemand hinter ihm her ist … (Verlagsinfo)

1 MP3-CD
Laufzeit: ca. 11:40 Std.
Sprecher: Jens Wawrczek
der Hörverlag

[NEWS] Markus Stromiedel – Die Kuppel

Der junge Militärpolizist Vincent Höfler wird im Winter des Jahres 2035 wird von seinen Vorgesetzten auf eine mysteriöse Mission in den deutschen Osten geschickt. Auf einem streng bewachten ehemaligen Flughafen ist die Leiche eines erfrorenen alten Mannes gefunden worden. Es scheint, als hätte der Alte ganz in der Nähe in einem luxuriösen Wellness-Resort für Senioren, einem gigantischen Kuppelbau, gelebt. Aber wie kam er von dort auf das hoch gesicherte Militärgelände? Bei seinen Nachforschungen stößt Vincent auf dubiose Machenschaften der europäischen Regierung. Schon bald merkt er, dass es lebensgefährlich ist, zu viel zu wissen … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 400 Seiten
Droemer

Roald Dahl – Danny oder Die Fasanenjagd

Ein Robin Hood des Fasanenwalds

Dannys Vater ist Automechaniker und – Wilddieb! Als Danny das erfährt, ist er zunächst entsetzt, wird später jedoch seinen Vater sogar noch übertreffen und selbst Weltmeister im Wildern werden. Natürlich ist das illegal – aber in guter Familientradition schlagen die beiden den wachsamen Wildhütern mit vielen Tricks und großem Vergnügen ein Schnippchen nach dem anderen. (Verlagsinfo)

Der Autor

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James H. Schmitz – The Universe Against Her (Telzey Amberdon 1)

Kein Kinderbuch: Abenteuer eines psionischen Mädchens (Telzey #1)

Die ferne Zukunft. Telzey Amberdon ist das stärkste Talent, das der psychologische Dienst der Erde je entdeckt hat. Doch Telzeys Talent könnte sich als verhängnisvoll für die Pläne des Dienstes erweisen, die Herrschaft über die Galaxis zu erringen. Deshalb haben ihr die Agenten einen psionischen „Verkehrspolizisten“ in den Kopf eingepflanzt, der Alarm schlägt, sobald sie einen „falschen“ Gedanken denkt. Doch Telzey kennt ein paar Tricks, um diesen Überwacher auszuschalten. Denn ihr ist Freiheit am wichtigsten… (Verlagsinfo)

Der Autor

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Abraham Merritt – Das Schiff der Ischtar (Teil 1)

Emotionale Reise in die Parallelwelt der Babylonier

Der Archäologe John Kenton, ein Mann des Jahres 1924, verfällt einem uralten Zauber und erreicht eine andere, längst vergessene Welt. Er findet sich plötzlich auf einer Galeere wieder, das die Götter der Babylonier dazu verdammt haben, für alle Ewigkeit die Ozeane einer fremden Welt zu befahren.

John Kenton wird Zeuge des Streites der Götter. Auf der Seite Ischtars nimmt er teil am ewigen Kampf zwischen der Göttin der Liebe und der Rache einerseits und Nergal, dem Totengott, andererseits… (abgewandelte Verlagsinfo)

Dies ist die erste Hälfte des Originalromans. Die zweite Hälfte ist unter dem Titel „König der zwei Tode“ ebenfalls bei Pabel erschienen. Beide Bände enthalten die tollen Illustrationen von Virgil Finlay.


Der Autor

Abraham Merritt lebte von 1884 bis 1943 und war als Journalist, Chefredakteur von „The American Weekly“, Immobilienmakler und Schriftsteller tätig. Er verfasste vor allem Fantasy, obwohl er auch SF-Leser und -Autoren stark beeinflusste. Wegen seines Berufs war er sehr beschäftigt, was seinen Ausstoß nicht besonders groß werden ließ. 1917 erschien seine erste Story, 1918 mit „The Moon Pool“ sein erster Roman.

Dieser enthielt bereits die Merritt-Standardingredienzien der Aliens und der „Lost Race“, die irgendwo auf unserer Erde im Verborgenen überlebt hat – ähnlich wie King Kong. „The Metal Monster“ (1920) beschreibt ein fremdes Kollektivwesen aus Metallteilchen. „The Face in the Abyss“ erschien zuerst 1923 in „Argosy“ und wurde 1930 um den Teil „The Snake Mother“ erweitert, so dass es 1931 als Fix-up-Novel erscheinen konnte.

Weitere Werke: „The Ship of Ishtar“ (1924/26), „7 Footprints to Satan“ (1928, verfilmt), „The Dwellers in the Mirage“ (1932; dt. bei S. Fischer), „Burn Witch Burn!“ (1932/33), „Creep, Shadow!“ (1934, verfilmt), „The Fox Woman and Other Stories“ (Collection, 1949).

Merritts Einfluss rührte weniger von seinen unoriginellen Handlungsverläufen oder seinem überbordenden Stil her als vielmehr von der wirklich originären Kraft, mit der er sich alternative Welten und Realitäten vorstellen konnte. Sam Moskowitz: „Merritt war das überragende Fantasy-Genie seiner Zeit“ („Explorers of the Infinite, Kap. 12, 1963).

Nichtsdestotrotz war Merritts Prosa wortreich und gefühlsbetont. Wiederholt benutzte er das romantische Frauenbild der Viktorianer (für die eine Frau entweder Jungfrau oder Teufelin war) in den schönen, doch bösartigen Priesterinnen, die bei ihm auftauchen. In seiner Zeit, der Great Depression, drückte er die eskapistische Sehnsucht nach Andersartigkeit und Geheimnissen mit einer emotionalen Kraft aus wie kaum ein anderer.

Handlung

Der Kriegsveteran John Kenton hat ein Faible für Altertümer. Aber was gibt es denn noch zu entdecken, fragt er sich, wenn man bereits das Jahr 1924 schreibt? Da schickt ihm der Archäologe, den er nach Mesopotamien geschickt hat, eine große Kiste in sein feudales New Yorker Domizil. In der Kiste befindet sich ein großer Steinblock von den Maßen 120 x 120 x 90 Zentimeter. Solchen Stein hat Kenton noch nie gesehen. Er soll aus den Ruinen des 4000 Jahre alten Uruk stammen, ist also rund 6000 Jahre alt. Damals herrschte König Sargon der Erste über Babylonien.

Das Schiff

Seine Nase erspürt einen sonderbar verführerischen Duft, seine Augen stoßen auf einen Spalt, der den Felsblock teilt. Als er den Spalt erweitert, zerfällt der Block in zwei Teile – und enthüllt das Modell eines ein Meter langen Schiffsmodells. Es handelt sich um eine Rudergaleere, die aus zwei Teilen zu bestehen scheint: Ein Teil ist weiß wie Elfenbein, die andere Hälfte schwarz wie Ebenholz. Überall auf dem Deck stehen fein geschnittene Figuren, die wie aus Glas oder Edelstein gemacht zu sein scheinen.

Der Sturz

Ein seltsamer Zauber ergreift Kenton und er stürzt in die Tiefe – um auf dem Deck eben dieses Schiffes aufzuschlagen, direkt neben der Trennlinie. Auf der schwarzen Seite des Schiffs lauern ein neugieriger Trommler und ein dunkel gewandeter Priester auf den Neuankömmling, doch die Amazonen, die im weißen Teil leben, erwischen Kenton zuerst. Da er in einen blauen, persischen Mantel gekleidet ist, halten sie ihn für einen Abgesandten von Nabu, ihres Gottes der Weisheit, und behandeln ihn mit Respekt.

Der Fluch

Die Anführerin der Amazonen ist Lady Sharane. Sie ist bewandert in allen religiösen Dingen und erzählt ihm die Geschichte des Schiffes, das seit Urzeiten auf den Ozeanen der Welt unterwegs ist. Einst verliebten sich eine Priesterin der Ischtar, der Göttin der Liebe und der Rache, und ein Priester des Totengottes Nergal ineinander. Der Rat der Götter sollte diesen Frevel bestrafen, doch wer von ihnen hatte denn das Recht, über die Liebe zu urteilen, fragte Nabu der Weise. Deshalb wurde keiner der beiden getötet, sondern beide auf dieses Schiff verbannt – bis in alle Ewigkeit. Die Strafe bestand darin, dass die Liebenden einander zwar täglich sehen, einander aber nie berühren durften. Eine Qual ohne Ende.

Sharane

Doch diese Zeit ist längst vorbei, und die Liebenden fort. Doch die Vertreter Ischtars und Nergals bewohnen das Schiff der Götter immer noch. Kenton sieht eine Chance, die Rolle des Züngleins an der Waage zu spielen. Doch bevor ihm ein entsprechender Plan in den Sinn kommt, verliebt er sich in die schöne, einsame Sharane und erzählt ihr seine Geschichte.

Ganz schlechte Idee! Sie durchschaut seine Maskerade. Voll Verachtung lässt sie ihn gefangen nehmen. Als der Priester Nergals diese Beute für sich fordert, legt Sharane Kenton auf die Trennlinie. Bevor es zur Übergabe kommen kann, spült eine Woge Kenton über Bord. Erst beim nächsten Besuch in dieser Parallelwelt taucht Kenton wieder neben dem Schiff auf. Doch er verfehlt die über Bord hängende Goldkette Ischtars und erwischt die Eisenkette Nergals.

Diesmal gibt es vor dem Totengott kein Entkommen mehr…

Mein Eindruck

Die Geschichte folgt dem Prinzip der Achterbahn in räumlicher, zeitlicher und emotionaler Hinsicht. Ruhe und Langeweile sehen ganz anders, wenn John Kentons Schicksal ihn von einer Seite des Schiffs, von oben nach unten, vom Schiff zurück in seine eigene Zeit führt. Er ist anfangs nicht Akteur, sondern Poseur – ein Schwindler, der mit der gefundenen Welt spielt.

Doch Kentons Spiel wird von Sharane entlarvt und von Nergals Schergen bestraft. Fortan muss sich Kenton seinem Schicksal ernsthafter widmen. Er hat sich in die schöne Sharane verliebt und will sie erobern. Doch wie kann er das, wenn er als Rudersklave angekettet ist und üble Peitschenhiebe erdulden muss? Zunächst steht ihm ein Wikinger zur Seite, dem er geholfen hat. Später gesellen sich weitere Verbündete hinzu, denn es gelingt ihm, einen Schlafzauber zu überlisten und so seine Schläue zu beweisen.

Kenton und Co. erringen erst die Oberhand, dann Sharanes Liebe, doch nicht umsonst ist dies das Schiff der Götter. Diese greifen in Gestalt von weiteren Kriegern ein, und nach einem weiteren Kampf wird Sharane entführt. Kenton schwört, dass er sie zurückgewinnen wird, und folgt in klassischer Irrfahrt à la Odysseus ihrer Spur. Er wird sie erst auf der Insel der Zauberer wiedersehen – sofern die Götter es ihm gestatten. Und das wird erst im zweiten Band dieses Romans erzählt.

Erotik & Action

Laut Nachwort haben die amerikanischen Fantasy-Leser diesen Roman immer wieder unter die Top Ten gewählt. Das kann ich anhand der Lektüre der ersten Hälfte allerdings nicht nachvollziehen. Zu konventionell ist der Plot, geradezu klischeehaft die Zeichnung der erotischen Sharane, die sich überglücklich schätzt, Kenton endlich als ihren „Gebieter“ in die Arme schließen und ihn verwöhnen zu dürfen.

Das ist noch das althergebrachte Frauenbild des 19. Jahrhunderts. Sharane – selbst ihr Name ist nahezu orientalisch – ist das Inbild weiblicher Verführungskraft, gewandet in zarteste Schleier und Seide. Doch statt sie besitzen können, verspottet sie den Helden auch noch! Kein Wunder also, dass sich Kenton mächtig anstrengt, sie zu erobern.

Ziemlich deutlich sind hingegen die beiden männlichen Freunde Kentons herausgearbeitet, mit denen er Leiden erduldet und den Kampf gegen Nergal aufnimmt. Der Wikinger Trygg und der zwergenhafte Trommler Gigi haben beide eine Vorgeschichte vorzuweisen, die erklärt, wie es kam, dass sie auf diesem verfluchten Schiff der Götter landeten. Das ist sowohl romantisch als auch humorvoll berichtet. Es macht verständlich, warum die gesamte Erzählung so viel Charme ausstrahlt und den nostalgischen oder konservativen Leser bis heute in ihren Bann schlagen kann.

Die Übersetzung

Obwohl diese Übersetzung schon 1977 erschien, ist sie doch bemerkenswert frei von Druckfehlern. Das hat mich sehr gefreut. Der sprachliche Stil der Übersetzerin erinnert allerdings stark an die fünfziger und sechziger Jahre, als Karl May wiederentdeckt wurde. Damit könnte die Generation Y, die nach 1998 geboren wurde, durchaus ihre Schwierigkeiten haben. Für Sammler der älteren Generation passt der altmodische Stil allerdings genau zum altmodischen Garn à la Henry Rider Haggard, das Merritt hier spinnt.

Zeichnungen & Karte

Diese bislang einzige deutschsprachige Ausgabe enthält die originalen Illustrationen von Virgil Finlay aus dem Jahr 1948. Sie sind äußerst gekonnt und vermitteln durchgehend die Generalthemen Action und Romantik. Die dem Buch vorangestellte Landkarte ist nicht sonderlich hilfreich für das Verstehen dieses ersten Bandes: Gerade mal die letzten Stationen der Schiffsreise sind am unteren Rand erwähnt. Der ganze Rest des Reisewegs bezieht sich auf das Geschehen im zweiten Band „König der zwei Tode“. Bemerkenswert ist die Zeichnung eines siebenstufigen Tempels auf besagter Insel…

Unterm Strich

Der Autor hat wie schon so häufig in seinen Romanen (s.o.) einen Mann der Gegenwart in die abenteuerlichen Tiefen der Vergangenheit geworfen und daraus eine berauschende Mischung aus Erotik, Romantik und Action gemixt, die beide Geschlechter unter den Lesern gleichermaßen anspricht. Beziehungsweise ansprach, denn die Klischees sind mittlerweile doch weitgehend überholt. (Hoffe ich jedenfalls.)

Vermutlich nur für Fans und Sammler konservativer Fantasy erschließt sich hier indes ein Schatzkästlein von Action-Abenteuern und erotischen Schilderungen, die den Leser bis heute auf eine wirkungsvolle Achterbahnfahrt schickt – zeitlich, räumlich und sehr emotional.

Wer die sinnlichen Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“ mag und sie mit babylonischer Geschichte à la „Gilgamesch“-Epos verknüpft, sollte sich noch einen guten Schuss Piraten-Action hinzudenken – fertig ist der „Ischtar“-Cocktail. Und man braucht nicht mal einen Captain Jack Sparrow für diesen Trip.

Michael Matzer © 2016ff

Taschenbuch: 171 Seiten
Info: The Ship of Ishtar, 1924
Aus dem US-Englischen von Lore Strassl
www.vpm.de

Der Autor vergibt: (3.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)