Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction

Theodore Sturgeon – Der Gott des Mikrokosmos. SF-Erzählungen

Classic SF: Frankenstein und Plappermäuler

Der Erzählband enthält acht Stories vom besten Story-Autor der vierziger und fünfziger Jahre, Theodore Sturgeon. Und weil „Sturgeon“ auf deutsch „Stör“ bedeutet, hieß der Originaltitel „Caviar“. Die Titelgeschichte aus dem Jahr 1941 ist bereits klassischer Teil des SF-Kanons.

Der Autor
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Theodore Sturgeon – The Dreaming Jewels

Mehr als menschlich: von Liebe und Erlösung

Der achtjährige Junge Horton Bluett ist etwas Besonderes: Nicht nur, dass er Ameisen isst, macht ihn zum Außenseiter, sondern dass ihm abgetrennte Finger nachwachsen und er seine Gestalt verändern kann. Zum Glück findet er vor seinen Verfolgern Zuflucht und Liebe – ausgerechnet in einem Wanderzirkus. Doch wenn sein Geheimnis jemals herauskommt, gerät er vom Regen in die Traufe.

Der Autor
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Erhard Ringer / Hermann Urbanek (Hg.) – Ashtaru der Schreckliche. Fantasy-Erzählungen

Sherlock in Walhalla und andere gewitzte Aktionen

Diese illustrierte Story-Sammlung umfasst zehn Fantasy-Erzählungen von wirklichen Könnern ihres Fachs: Theodore Sturgeon, H.P. Lovecraft, Katherine Kurtz, Lyon Sprague de Camp, Alan Burt Akers, Poul Anderson, Thomas Burnett Swann und Roger Zelazny sowie zwei AutorInnen aus Deutschland, nämlich Iny Klocke und Stephan de la Motte.

Für die Fans von K. Kurtz dürfte ihre Erzählung „Des Marluks Untergangs“ (1977) von besonderem Interesse sein. Die Handlung spielt einige Jahre vor Beginn des späten Deryni-Zyklus und nach dem Ende des Frühen Deryni-Zyklus, stellt also eine Art Bindeglied dar. Nach Angaben der Wikipedia ist dies der einzige Abdruck der Erzählung in deutscher Sprache.

Diese Ausgabe ist von Johann Peterka illustriert und mit Landkarten von Erhard Ringer versehen worden und stellt ein echtes Sammlerstück dar. Hier findet der Cthulhu-Fan auch eine Landkarte vom „unbekannten“ Kadath.
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Ursula K. Le Guin – Die linke Hand der Dunkelheit (Hainish-Zyklus 4)

Die Autorin als rechte Hand des Lichts

Die Bewohner des Planeten Gethen sind uns Menschen verblüffend ähnlich – mit einem Unterschied: Sie kennen keine zwei Geschlechter. In ihrer Kultur sind geschlechtsspezifische Machtkämpfe, wie wir sie kennen, nicht möglich. Doch es gibt andere Formen von Macht … Der bis heute bedeutendste und weit über die Science Fiction hinaus prägende Roman über Geschlechterrollen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. (Verlagsinfo)

Der Roman erhielt sowohl den HUGO- als auch den Nebula-Award der US-Leser und -Kritiker.

Die Autorin
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Ursula K. Le Guin – Das Wunschtal


Hand in Hand durch Wunderland

„Das Wunschtal“ (The Beginning Place) ist ein relativ früher Fantasyroman der Autorin Ursula K. Le Guin aus dem Jahr 1980. Doch auch hier findet man die gleiche hohe Qualität des Erzählens wie in ihren preisgekrönten und verfilmten Erdsee-Romanen. Allerdings ist die Geschichte selbst wenig bewegend und alles andere als actionreich.

Die Autorin
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Ursula K. Le Guin – Das Wort für Welt ist Wald

Früher Meilenstein der sozialkritischen Science Fiction
Auf einer paradiesischen Welt mit dem bezeichnenden Namen New Tahiti treffen Kolonisten und Ureinwohner hart aufeinander. Die Geschichte greift nicht nur die Untaten an den verschwundenen Eingeborenenvölker der eroberten und ausgebeuteten Kolonien auf. Sie prangert auch die militärische Präsenz der USA in Vietnam an. Denn dieses Buch entstand während der Endphase jenes für die Amerikaner ruhmlosen Konflikts.
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Michael A. Stackpole – Es war einmal ein Held

Des Ritters Liebesleid im Zauberwald

Dies ist die Geschichte einer tragischen Liebe – auch wenn das aus dem Klappentext keineswegs ersichtlich ist. Natürlich packt der Battletech-Autor auch noch jede Menge Action zwischen die Buchdeckel, aber dies ist doch das Grundlegende: Wir leiden mit dem größten Helden des Menschenvolkes, Neal Roclawski.

Der Autor

Michael A. Stackpole (* 1957 in Wausau, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasyautor, sowie Spiele- und Computerspieleentwickler. Als Autor bekannt wurde er durch seine Mitarbeit bei der X-Wing-Reihe, die im Star-Wars-Universum angesiedelt ist und bei der Battletech-Romanreihe.

Handlung

Vier Rassen bewohnen die Welt namens Skirren: die sich fast gänzlich absondernden Zwerge; die Elfen, die sich als Kinder der Götter in ihrer Arroganz allen anderen überlegen wähnen; die Reith, ein magisch begabtes Volk, das seine Existenz ganz dem dunklen Todesgott verschrieben hat; und das jüngste und ungestümste Volk, die Menschen.

Zwischen Menschen und Reith tobt ein gnadenloser Vernichtungskampf. Eine allen Völkern bekannte Prophezeiung behauptet, dass der Besitzer des legendären Schwertes Herzspalter ein Reich gewinnen und unbezwingbar sein würde. (Gewisse Parallelen zur Artuslegende lassen sich nicht übersehen.)

In Konkurrenz mit dem Anführer der Reith gelangt unser Held Neal in den Besitz der magischen Klinge und macht sich mit seinem besten Gefährten, dem Elfen Aarundel, auf die Socken, um die verhassten Reith zu bekämpfen. Da ist ein Zauberschwert schon praktisch.

Immer wieder aber gerät er in engen Kontakt mit den Elfen. Er erringt durch seine Integrität, seine Selbstbeherrschung und seinen Mut deren Achtung und Unterstützung, so dass die Elfen in der letzten Völkerschlacht gegen die Reith Partei ergreifen.

Eine wichtige Rolle in der Entwicklung dieser Beziehung spielt Neals Liebe zu einer Elfin. Nicht genug damit, dass jegliche körperliche Berührung zwischen den beiden seinen sofortigen Tod und die Verbannung seiner Liebsten aus dem Reich der Elfen nach sich ziehen würde. Nein, das Elfenweib ist auch noch mit einem der Anführer der Waldbewohner verheiratet. Das kann ja nicht gut gehen.

Die Schlacht gegen die Reith hat ihren Höhepunkt erreicht, da tötet der Magierfürst der Reith im direkten Duell unseren Helden. Mit allen Ehren wird er im Elfenreich beigesetzt.

Doch der Tod ist nicht das Ende, wie wir aus der Artuslegende wissen. Fünfhundert Jahre später wird Neal mit Hilfe von Elfenzauber wiedererweckt, um erneut ins Geschick der oft allzu machtgierigen Menschen einzugreifen. Die Elfin Gena ist die Enkelin von Neals Freund Aarundel und soll Graf Berengar, einem Fürsten der Menschen, aus einem politischen Schlamassel helfen …

Mein Eindruck

Immer wechselt die Erzählperspektive zwischen diesen beiden Handlungs- und Zeitebenen, die 500 Jahre auseinanderliegen, hin und her. Der Autor, der bislang vor allem durch seine Battletech– und Shadowrun-Romane bekannt wurde, zeichnet die Passagen, die sich um die geliebte Elfin drehen, recht realistisch.

Doch unerfüllte Sehnsucht führt leicht zu Melancholie. Man leidet unwillkürlich mit dem Helden; sein Schmerz, den wohl jeder einmal angesichts verschmähter oder unerhörter Liebe verspürt hat, berührt uns tief. Dagegen lassen einen die die actionbetonten Teile des Romans, die Schlachten und Zweikämpfe, weitgehend kalt. Hier bietet der Autor allenfalls Durchschnittsqualität.

Insgesamt also ein elegisch-romantischer Ritterroman in einer exotischen Welt, der jedoch jeden Artus-Fan zufrieden stellen dürfte.

Originaltitel: Once a hero, 1994
Aus dem US-Englischen übertragen von Mina H. L. Buts

https://www.heyne.de

Frank Herbert – Der letzte Caleban. SF-Roman

Stark zensierter SF-Thriller

In ferner Zukunft sind Raumschiffe überflüssig geworden, denn sogenannte „Sprungtüren“ gewährleisten Nullzeitreise- Verbindungen zu jedem Punkt unserer Milchstraße. Schöpfer und Besitzer der Sprungtüren sind die Calebaner, geheimnisvolle Aliens, die nach und nach aus der Galaxis verschwinden, bis nur noch ein einziger übrigbleibt.

Gleichzeitig mit dem Verschwinden der Calebaner machen Agenten des Galaktischen Kontrollbüros eine bestürzende Entdeckung: Wenn der letzte Caleban stirbt, wird jeder zusammen mit ihm ausgelöscht, der jemals eine Sprungtür benutzt hat.

Und da es kaum einen Bürger der Galaxis – egal ob Mensch, Humanoide oder Nicht-Humanoide – , der nicht wenigstens einmal „gesprungen“ ist, bedeutet dies das Ende der galaktischen Zivilisation. (Verlagsinfo)
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John Marrs – The Passengers. Du entscheidest über Leben und Tod. SF-Roman

Gekapert und gekidnapped

Acht Menschen werden in ihren selbstfahrenden Autos entführt und auf einen tödlichen Kollisionskurs geschickt. Wenn es den Behörden nicht gelingt, die Fahrzeuge anzuhalten, wird eines nach dem anderen explodieren. Doch damit nicht genug: Der Täter streamt die Höllenfahrt seiner Passagiere live im Internet und fordert die Zuschauer auf, abzustimmen: Wer hat es verdient zu überleben? Und wer muss sterben?
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Phillip P. Peterson – Vakuum

Inhalt:

Die Physikerin Susan Boyle überwacht im antarktischen Winter ein Neutrino-Teleskop. Sie empfängt ein starkes Signal aus der Richtung eines nahen Sternhaufens, kann aber nichts Außergewöhnliches erkennen. Bis nach und nach immer mehr Sterne am Himmel verschwinden.

Der Astronaut Colin Curtis bereitet sich im Mondorbit auf seine Landung vor. Aber das Manöver wird abgebrochen, als eine Astronomin seiner Crew ein außerirdisches Raumschiff entdeckt, das sich mit großer Geschwindigkeit unserem Sonnensystem nähert.

Es schickt eine Funkbotschaft an die Menschheit, die nur aus physikalischen Formeln besteht, bevor es – offensichtlich auf der Flucht – davonrast. Nach und nach wird den Wissenschaftler*innen klar: Aus den Tiefen des Raums kommt etwas auf uns zu. Etwas so Gewaltiges, dass es die Erde in ihren Grundfesten erschüttern wird. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Ward Moore – Der große Süden. SF-Roman

Die Südstaaten haben den Krieg gewonnen – vorerst

Die amerikanischen Südstaaten haben 1863 die entscheidende Schlacht von Gettysburg gewonnen und damit den Bürgerkrieg für sich entschieden. Die Konföderation ist ein riesiger, reicher Agrarstaat geworden; der Norden , die Union, ist zu einem bedeutungslosen politischen Gebilde herabgesunken, in dem Hunger und Armut herrschen, die Arbeitslosigkeit grassiert und mächtige Gangsterbanden die Städte regieren.

Bis eines Tages ein Historiker die Gelegenheit findet, mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1863 zu reisen… (Verlagsinfo)

Der Autor
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A. K. Larkwood – Die dunklen Pfade der Magie

Die junge Csorwe ist die erwählte Braut des Unaussprechlichen. Als solche ist sie nicht nur Medium für Prohphezeiungen, um die Pilger den Gott bitten, sie ist auch sein designiertes Opfer. Doch an dem Tag, an dem sie den Tempel des Gottes betritt, geschieht etwas Unerhörtes! Der letzte Pilger, der nur wenige Tage zuvor um eine Prophezeiung gebeten hat, hat den heiligen Ort ebenfalls betreten, und er macht Csorwe ein geradezu blasphemisches Angebot!

Ich muß gestehen, ich wurde mit den Charakteren in diesem Buch nicht recht warm. Irgendwie sind sie alle ziemlich … eigen. A. K. Larkwood – Die dunklen Pfade der Magie weiterlesen

TKKG junior – Das verpfuschte Gemälde (Folge 13)

Die Handlung:

Tag der offen Tür an der Internatsschule und alle zeigen sich von ihrer besten Seite. Der Schock folgt jedoch bei der feierlichen Enthüllung eines Gemäldes des bekannten Malers Jens Gutmann – selbst Absolvent des Internats: Jemand hat „Keine Kunst!“ quer über das Bild geschmiert und das tausende Euros teure Kunstwerk damit vollkommen verunstaltet. Tim, Karl, Gaby und Klößchen nehmen die Ermittlungen auf. Die Spurensuche führt sie einmal durch die ganze Schule – von der Kantine zu den Internatsbuden, vom Chemiesaal in den letzten Winkel des Schulparks. Sie sammeln Fingerabdrücke, sprechen mit Zeugen und folgen so mancher falschen Fährte. Wird es TKKG gelingen, den Verbrecher dingfest zu machen? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ein Fall, der (mutmaßlich) ausschließlich auf dem Internatgelände spielt? Kann das spannend werden? Oder gehen TKKG schnell die Räume und Verdächtigen aus? Interessant klingts allemal, was da im Klappentext steht.

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Fünf Freunde am Ende der Welt (Folge 138)

Die Handlung:

Ferien in Land‘s End! Am äußersten Ende von Cornwall entdecken die Fünf Freunde etwas Unglaubliches: Das wichtigste Denkmal der Gegend wurde gestohlen! Und das ist erst der Anfang einer äußerst merkwürdigen Diebstahlserie. Mit allen Mitteln versuchen die Fünf Freunde das Rätsel der verschwundenen Denkmäler zu lösen und bestehen dabei ein aufregendes Abenteuer. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Na ja … für die Fünf Freunde ist Cornwall das Ende der Welt … irgendwann ist „die Insel“ halt zu Ende. Interessant und schön, dass es nach 137 Abenteuern da immer noch Neues zu erleben gibt.

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Bianca Iosivono & Laura Kneidl – Midnight Chronicles – Schattenblick

Inhalt

449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem, weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich – sondern auch für ihr Leben… (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Und Roxy hat noch viel mehr Probleme, denn die knallharte Geisterjägerin hat eine düstere Vergangenheit, die lange Schatten auf die Gegenwart wirft …

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Dieter Wessels (Hg.) – Classic Science Fiction Stories. Fremdsprachentexte

Die Klassik der SF dauerte nur 30 Jahre

In der englischen Originalsprache enthält dieser Auswahlband Erzählungen von Isaac Asimov, E.F. Russell, Philip K. Dick, Robert A. Heinlein, John Wyndham, Harlan Ellison, John Wyndham, Alfred bester, J.G. Ballard und Harry Harrison – allesamt Autoren der ersten Liga, aber es sind keine weiblichen Vertreter darunter und auch keine Nicht-Angelsachsen.

Das Besondere an dieser Ausgabe ist die Kurzcharakteristik zum jeweiligen Autor und – das ist rar – eine Interpretationshilfe zur jeweiligen Erzählung. Mittelgute Englischkenntnisse sind für die Lektüre natürlich Bedingung, aber viele neue Vokabeln werden in Fußnoten erklärt.

Hier findet man unter anderem:

1) Die Story von dem Roboter, der für den Mond gebaut wurde und nun auf einem irdischen Schrottplatz landet – mit unerwarteten Folgen;
2) Die Story von dem Roboter, der sich für einen Menschen hält, aber in Wahrheit ein Infiltrant der Aliens ist;
3) Die Story von dem Flottenkommandanten, den ein kleines Mädchen zum Weinen bringt;
4) Die Story von der übervölkerten Welt, auf der zwei Glückspilze noch eine unbelegte Besenkammer finden; und weitere.
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Brian Herbert/Kevin J. Anderson – Mentats of Dune / Die Mentaten des Wüstenplaneten (Die großen Schulen 2)

Das DUNE-Universum: Kampf der Mentaten

85 Jahre nach der Schlacht von Corrin ist das Imperium von Kaiser Salvador mehr denn je in zwei Fraktionen gespalten. Auf der einen baut Josef Venport mit seiner Navigatorengilde seinen Machtbereich aus, auf der anderen führt der Maschinenfeind Manford Torondo seine „Butlerianer“ gegen jede Art von Maschinennutzung. Ein Kulturkonflikt von epischen Ausmaßen ist die Folge, und jede Vereinigung muss wählen, auf welcher Seite sie letzten Endes steht.

Gilbertus Albans hat die Mentatenschule auf Lampadas gegründet. Auf Lampadas befindet sich auch Torondos Hauptquartier. Daher muss Gilbertus sehr vorsichtig agieren, zumal er den Speicherkern des letzten Roboters, Erasmus, wie seinen Augapfel hütet.

Obwohl die letzte Reste der Maschinenverbände und alle Denkmaschinen systematisch vernichtet werden, wagen es die Bene Gesserit, im Verbogenen Computer weiterhin einzusetzen. Ein Jahr zuvor haben sie von kaiserlichen Truppen schwere Verluste hinnehmen müssen, konnten aber ihre Computer und Datenbanken retten und verstecken. Damit planen sie das genetische Schicksal der Menschheit. Weil sich die bislang einzige Ehrwürdige Mutter Raquella unter großem Zeitdruck sieht, betraut sie die einzige andere, neue Ehrwürdige Mutter Valya Harkonnen mit heiklen Aufträgen wie etwa der Wiederbeschaffung der Gendatenbank. Aber Valya Harkonnen verfolgt einen geheimen Racheplan: Sie will Vorian Atreides finden und alle seine Nachkommen eliminieren…

Diese Besprechung basiert auf der Taschenbuchedition der englischsprachigen Originalausgabe.

Die Autoren
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Anna-Sophie Caspar – Catching Magic (Berührt von der Dunkelheit)

Inhalt

Nur mit Mühe und Not gelingt es den drei Schwestern Blake, Nell und Lucy, sich mit zwielichtigen Nebenjobs über Wasser zu halten. Ihr vermeintlich seriöser Auftritt in einer Fernsehshow über Geisterjäger sitzt ihnen noch in den Knochen, da erhält Blake ein unerwartetes Angebot von dem düsteren und verschlossenen Skylar Morrell. Die Schwestern sollen sich für ihn auf die Suche nach verschollenen magischen Artefakten begeben. Das klingt eindeutig verrückt – und lukrativ. Während ihre Schwestern noch zögern, begibt sich Blake mit Skylar auf einen Pfad, der weitaus gefährlicher ist, als sie ahnt. Denn einmal im Sog der Magie, kann man sich diesem nur schwer entziehen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die Geschichte um den geheimnisvollen Zirkel mit strengen Regeln, der für gefährliche Missionen ausschließlich mittellose Frauen rekrutiert, hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil regt das Kopfkino an, die Charaktere sind interessant und die Handlung ist facettenreich. Bei den magischen Gegenständen beweist die Autorin Kreativität, zudem sind die Möglichkeiten der Artefakte wohldurchdacht in das Schicksal der Schwestern eingebunden.

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Eric Van Lustbader – The Sum of All Shadows (Testament 4)

Endspiel: Luzifer vs. die Schutzengel der Menschen

Luzifer, der gefallene Erzengel, ist auch als „die Summe aller Schatten“ bekannt. Seine Zeit, die Herrschaft über die Bewohner der niederen Welt anzutreten, ist gekommen. Doch erst wenn alle Menschen unterjocht und die Shaw-Familie vernichtet ist, kann er gemäß einer Prophezeiung seinen Aufstand gegen die himmlischen Regionen in die Tat umsetzen.

Da kommt es Luzifer, der eine weibliche Gestalt gewählt hat, zupass, dass Emma Shaw jenen Dämonen namens Beleth vermisst, der ihren Körper jahrelang besessen hatte und nun (seit dem Finale in Band 3) verschwunden ist. Ein kleiner Stachel Eifersucht und Neid veranlasst sie, gegen ihren eigenen Bruder und dessen Tante Ayla zu arbeiten. Beide verfügen über Magie, um das Böse zu besiegen. An ihrer Seite befindet sich neuerdings Molly Swan, die jüngere Schwester Liliths, der Geliebten Emmas. Doch auf welcher Seite steht die rätselhafte Molly wirklich?
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Elizabeth Hand – Die Mondgöttin erwacht

Wenn die Göttin herniedersteigt

Washington DC, die Universität der Erzengel und des Heiligen Johannes des Göttlichen. Für die junge Anthropologiestudentin Katherine Sweeney Cassidy der Eintritt in ein verheißungsvolles neues Leben. Bis sie der uralten Bruderschaft der Benandanti auf die Spur kommt – einem Geheimbund gelehrter Magier, die die Geschicke der patriarchalischen westlichen Kultur seit Jahrtausenden beherrschen – und in einen Strudel aus Grauen und Lust gerät. Denn die Ära der Benandanti ist vorüber, und die Wiederkunft der göttlichen Mondmutter Othiym steht unmittelbar bevor.

Doch Othiym ist alles andere als eine gütig Nährende, und je mehr rituelle Morde in ihrem Namen geschehen, umso stärker wird die Macht ihres grausamen Matriarchats, das die Welt wieder in Besitz nehmen will… (Verlagsinfo)

„Waking the Moon“ wurde mit dem Otherwise Award (vormals Tiptree Award) und dem Mythopoeic Award ausgezeichnet.

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